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Überblick

Diabetes mellitus - Wissenswertes rund um das Thema Insulin

Standbild "Zucker" aus dem Film zur Patientenschulung


Film zur Patientenschulung
Was ist Diabetes?
Wofür benötigt der Körper Insulin?
Was ist der Unterschied zwischen Basal- und Bolusinsulin?

Dieser Film nimmt Sie mit auf eine spannende Reise ins Innere des Körpers und erklärt anschaulich die wichtigsten Stoffwechselvorgänge.

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Einfache Diagnose, schwierige Behandlung

Diabetes mellitus ist der griechisch-lateinische Ausdruck für "honigsüßer Durchfluss". Der Name bezieht sich auf den süßen Geschmack des Urins bei Zuckerkranken. Das Schmecken des Urins war für Ärzte in früheren Zeiten die einzige Möglichkeit, Diabetes zu diagnostizieren. Bereits im Jahre 100 n. Chr. schreibt der griechische Arzt Aretaios von einer rätselhaften Krankheit. Auch heute kennen Mediziner noch nicht alle Ursachen von Diabetes und dessen Folgeerkrankungen.

Insulin bahnt der Glukose den Weg in die Zelle

Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit. Zuckerkranke können Traubenzucker (Glukose) nicht mehr ausreichend verwerten. Das Hormon Insulin hat dabei eine Schlüsselfunktion. Es wird in den so genannten Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet und fungiert unter anderem als Türöffner für Zuckermoleküle, wenn sie in Körperzellen eintreten wollen und dort zur Energiegewinnung verbrannt werden.

Langehans'sche Inseln in der Bauchspeicheldrüse
Langehans'sche Inseln in der Bauchspeicheldrüse

Mediziner unterscheiden Typ-1- und Typ-2-Diabetiker

Mediziner unterscheiden zwei Arten von Diabetes:
Beim Typ-1-Diabetes – früher auch jugendlicher Diabetes genannt – werden die Insulin bildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Beim Typ-2- oder Altersdiabetes wirkt das Insulin einerseits nicht voll; die Zellen reagieren nicht empfindlich genug auf das Hormon. Sie können nur noch wenig Glukose aufnehmen und verbrennen. Andererseits setzt die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin frei. Im Verlauf des Typ-2-Diabetes lässt zusätzlich die Insulinbildung nach.

Grafische Darstellung des Zuckerstoffwechsels

Die genauen Ursachen sind bis heute nicht geklärt

Die genauen Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht vollständig geklärt. Mediziner vermuten bei Typ-1-Diabetes ein Zusammenwirken von Erbfaktoren, Virusinfekt und Autoimmunerkrankung. Bei Typ-2-Diabetes liegt eine angeborene oder erworbene Insulinresistenz der Zellen vor, die mit einer verminderten Insulinfreisetzung gekoppelt ist. Durch Überernährung wird die Insulinresistenz zusätzlich verstärkt. Folglich muss die Bauchspeicheldrüse zunächst mehr Insulin herstellen. Langfristig kommt es zu einer Überforderung der Insulin bildenden Zellen. Folge dieser komplexen Abläufe ist das Bild der Zuckerkrankheit.

Frühe Diagnose verhindert Folgeerkrankungen

Krankheitssymptome zeigen sich bei Menschen mit Typ-1-Diabetes oft bereits im Kindesalter. Die Betroffenen leiden unter Durst, häufigem Wasserlassen, Juckreiz und Infektionen. Meist fühlen sie sich müde, schlapp und nehmen an Gewicht ab. Für Typ-1- wie für Typ-2-Diabetes gilt: Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt und die Ernährung nicht angepasst, können schwere Folgeerkrankungen – Nierenversagen, Blindheit, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie neurologische Störungen – auftreten.

Die heute angebotenen Therapien bieten den Kranken eine hohe Lebensqualität, vorausgesetzt, der Patient hält sich an eine ausgewogene Ernährung und setzt die Therapievorgaben des Arztes um.

Erstes Bild zeigt Süssigkeiten, zweites Bild zeigt Nahrungsmittel als Ernährungspyramide
Beispiele für eine nicht ausgewogene Ernährung

Die Zahl der Menschen mit Diabetes steigt ständig

In Deutschland leben etwa fünf bis sieben Millionen Menschen mit Diabetes, Tendenz steigend. Davon sind rund fünf bis zehn Prozent dem Typ-1-Diabetes zuzurechnen; ca. 1,5 Millionen Menschen mit Diabetes benötigen Insulin. Weltweit leiden mehr als 150 Millionen Menschen an Diabetes. Experten der Weltgesundheitsorganisation rechnen bis zum Jahr 2025 mit doppelt so viel Zuckerkranken.

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