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Orale Antidiabetika

Den HbA1c-Wert wieder zu normalisieren und so normnah wie möglich einzustellen ist das oberste Gebot bei einer Diabeteserkrankung im Anfangsstadium.

Dieses Ziel lässt sich häufig schon erreichen, indem die Ernährung umgestellt wird – nach dem Motto: mehr Ballaststoffe, weniger Fett und Kalorien.

Unter Diabetes und Ernährung erfahren hierzu mehr.

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Ebenso wichtig ist regelmäßige Bewegung. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, so können orale Antidiabetika helfen, den Blutzucker zu senken.

Zu den Medikamenten, die den Blutzucker senken, zählen Acarbose, das Biguanid Metformin, die Glitazone sowie Sulfonylharnstoffe und verwandte Verbindungen.

Der Wirkstoff Acarbose ist ein Zuckeranalogon, das im Darm mit dem natürlichen Zucker um die Spaltung in die Einzelbausteine konkurriert. Die Folge der Einnahme ist, dass der "echte" Zucker langsamer ins Blut übergeht – die Blutzuckeranstiege nach den Mahlzeiten werden auf diese Weise gesenkt.

Metformin senkt hauptsächlich die nächtliche Zuckerfreisetzung aus der Leber und erhöht die Empfindlichkeit der Muskulatur für Insulin. Metformin ist das einzige Biguanid, das sich noch im Einsatz befindet. Die übrigen älteren Biguanide führten zu teilweise erheblichen Nebenwirkungen.

Glitazone erhöhen die Insulinempfindlickeit der Muskelzellen. Ihr Einsatz kann zur Gewichtszunahme führen. Der Blutzucker senkende Effekt kann zum Teil erst nach etwa sechs Wochen vollständig eintreten.

Sulfonylharnstoffe heften sich an bestimmte Rezeptoren der ß-Zellen in der Bauchspeicheldrüse und veranlassen diese dadurch zu einer verstärkten Sekretion von Insulin.

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